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Die Trilogie d# function ist ein Projekt im Rahmen der Kulturpartnerschaft Bonn - Salzburg und eine Koproduktion mit dem Theater im Ballsaal Bonn, dem Festival junge KünstlerInnen Bayreuth, tanzimpulse Salzburg und dem KosmosTheater Wien.

Die Choreografinnen Rafaele Giovanola und Helene Weinzierl entwarfen in der ersten Arbeitsphase den 1. und 2. Teil der Trilogie jeweils als eigenständiges Stück zum Thema „Erkundung des Körpers außerhalb seiner Regeln“.

Der 3. Teil ist das Resultat einer gemeinsam entwickelten Choreografie mit allen beteiligten TänzerInnen aus Teil 1 und 2. Die Musik zur Trilogie wurde Themen von Schumann, Mozart und Wagner entnommen und von den Musikern Oliver Stotz und Jörg Ritzenhoff komponiert.

 

Konzept / Regie / Choreografie Rafaele Giovanola / Helene Weinzierl
Tanz / Choreografie Anise Smith, Bärbel Stenzenberger, Erich Rudolf, Juraj Korec
Komposition Oliver Stotz / Jörg Ritzenhoff
Licht Peter Thalhamer
Fotos Peter Huber



"Wir sprechen nicht mehr über Sünde, wir haben erlöste Körper, Körper voller Gesundheit, Sport, Vergnügen. Aber wer sieht denn nicht, daß das Desaster davon nur noch schlimmer wird: Der Körper ist immer weiter gefallen, tiefer, da sein Fall immer näher bevorsteht, immer beängstigender wird. Der Körper ist unsere entblößte Angst.„
(Jean-Luc Nancy, Corpus)

Da liegen sie nun die Körper, von Disziplinarmächten umstellt, die ihnen Macht und Hygiene zwischen Zähneputzen und der richtigen Regierungsform beigebracht haben.

Der Körper als Meetingplace individueller und kollektiver Definitionen wird zum Battleground.
Die Körper entziehen sich unserer Kontrolle, entziehen sich deren Kontrolle, unterliegen ihr, unterliegen ihnen, werden durchleuchtet, ausprobiert, zusammengestellt und schließlich neu „bezogen“. Nach dem Zusammenbruch, dem Kollaps, dem Kontrollverlust, der Kapitulation der Körper finden die ersten Rekonstruktionsversuche statt.

Erst wird getauscht, neu anprobiert, dann staksen neue Geister wie Fremde in den alten Körpern herum. Fremdes Terrain wird erobert, besetzt die Körper.

Gefördert durch: BK Kunst, Salzburg Stadt und Land, Bundesstadt Bonn, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen